Elektroinstallation

Schuko Steckdose Typen: CEE 7/3 Unterschied

Théo Desrousseaux 13 Min. Lesezeit

Veröffentlicht 20. August 2026

Schuko Steckdose Typen: CEE 7/3 Unterschied Foto : Sparx Elec Bildarchiv
Schuko-Steckdose an einer Wand.

Kurz gesagt

  • Die Schuko-Steckdose ist der deutsche Netzstandard: Typ F, CEE 7/3 für die Dose, CEE 7/4 für den Stecker, 16 A bei 230 V.
  • Das Sicherheitsmerkmal sind die seitlichen Kontaktbügel, die den Schutzleiter (PE) schon vor dem Steckvorgang verbinden.
  • Schuko-Steckverbinder sind symmetrisch und nicht verpolungssicher: Außen- und Neutralleiter sind nicht fest zugewiesen.
  • Die Steckdose akzeptiert auch Eurostecker und CEE-7/17-Stecker; der CEE-7/7-Stecker passt in Schuko und französische Steckdosen.
  • Schuko-Steckdosen sind für 16 A ausgelegt, was bei 230 V einer Leistung von 3,68 kW entspricht.

Der Schuko-Stecker, die Kurzform für Schutzkontakt-Stecker, ist der meistverbreitete Netzstecker in Deutschland, Österreich und weiten Teilen Mitteleuropas. International ist er als Typ F klassifiziert und in der Norm CEE 7/4, in Deutschland in der DIN 49441, beschrieben. Sein bewusstes Sicherheitsmerkmal sind die zwei seitlichen Kontaktbügel, die den Schutzleiter, den PE, schon vor dem eigentlichen Steckvorgang mit dem Gerät verbinden.

Mit einem Nennstrom von 16 A bei 250 V Wechselspannung ist der Schuko für praktisch alle Haushalts- und Bürogeräte ausgelegt. Die zwei runden Kontaktstifte mit einem Durchmesser von 4,8 mm und einem Abstand von 19 mm stecken polungsgleichgültig, das heißt, Außenleiter und Neutralleiter sind nicht vorgegeben. Dieses Merkmal unterscheidet den Schuko von anderen europäischen Bauformen wie dem französischen Typ E oder dem dänischen Typ K.

16 A

Nennstrom der Schuko-Steckdose

230 V

Nennspannung des Schuko-Systems

3,68 kW

Leistung bei 16 A und 230 V

4,8 mm

Durchmesser der runden Kontaktstifte

Was ist eine Schuko-Steckdose?

Die CEE-7/3-Steckdose und der CEE-7/4-Stecker werden allgemein als Schuko bezeichnet. Die Steckdose hat eine überwiegend kreisförmige Vertiefung von 17,5 mm Tiefe mit zwei symmetrischen runden Öffnungen und zwei Erdungsklemmen an den Seiten, die sicherstellen, dass die Erde immer vor dem Kontakt der spannungsführenden Stifte verbunden ist. Die Steckdose akzeptiert auch Eurostecker und CEE-7/17-Stecker und ist mit 16 A bewertet.

Die aktuellen deutschen Normen sind die DIN 49441:1972-06 für zweipolige Stecker mit Schutzkontakt, die auch den CEE-7/7-Stecker enthält, und die DIN 49440-1:2006-01 für zweipolige Steckdosen mit Schutzkontakt mit 16 A bei 250 V Wechselspannung. Neben Deutschland wird das Schuko-System in Österreich, der Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Ungarn, Griechenland, der Türkei und vielen weiteren Ländern verwendet.

Eigenschaft Wert
Eigenschaft Bezeichnung Wert Typ F / CEE 7/3 (Dose) / CEE 7/4 (Stecker) / Schuko / DIN 49441
Eigenschaft Nennspannung Wert 250 V Wechselspannung
Eigenschaft Nennstrom Wert 16 A
Eigenschaft Polzahl Wert 2 Pole (L/N) plus PE über Bügel
Eigenschaft Kontaktstifte Wert 2 runde Stifte, Durchmesser 4,8 mm, Abstand 19 mm

Die technischen Daten des Schuko-Systems (industry-electronics.de).

Der Aufbau des Schuko-Steckers

Der Schuko-Stecker besitzt zwei runde Kontaktstifte mit 4,8 mm Durchmesser, 19 mm Länge und 19 mm Achsenabstand für Außenleiter und Neutralleiter. Ein dritter Pol, der Schutzkontakt, soll Fehlerströme ableiten, die beispielsweise bei einem Körperschluss auftreten können, sobald der elektrische Stromkreis durch die beiden anderen Pole geschlossen wird. Daher muss die Verbindung mit dem Schutzkontakt zuerst erfolgen, also voreilend sein. Beim Schuko-Stecker wird dies über Kontaktflächen an der Steckerseite und die zugehörigen Kontaktfedern der Dose gewährleistet.

Die Grundebene der Abdeckung ist für den Berührungsschutz von einem etwa 19 mm hohen Kragen umgeben. Dadurch können die Kontaktstifte von der Seite her nur so lange berührt werden, solange sie noch nicht die Kontaktbuchsen berühren. Der Schuko-Stecker ist eine Steckvorrichtung, die bestimmungsgemäß unter elektrischer Spannung oder Last eingesteckt und getrennt werden kann. Eine Voraussetzung für solch eine Steckvorrichtung ist der voreilende Kontakt des Schutzleiters.

Weiße Unterputz-Doppelsteckdose mit eingestecktem Gerät

Steckdose in Betrieb

Das reale Verhalten der Steckdose mit eingestecktem Stecker beobachten: keine Wärme, kein Spiel.

Der Anschluss einer Schuko-Steckdose

Zum Anschluss wird eine dreiadrige Leitung verwendet: ein Außen- und ein Neutralleiter zuzüglich des geerdeten Schutzleiters. Schukosteckverbinder sind symmetrisch und damit nicht verpolungssicher, das heißt, Außen- und Neutralleiter sind nicht fest zugewiesen. Elektrisch leitfähige Gehäuse müssen mit dem Schutzleiter verbunden werden.

Geräte mit Schutzisolierung sind über zweipolige Leitungen mit Konturenstecker, dem CEE 7/17, oder Eurostecker versorgt. Beim Ersatz einer zweipoligen Leitung durch eine dreipolige ist die grüngelbe PE-Ader nur im Schuko-Stecker anzuklemmen und auf der Geräteseite fachgerecht zu isolieren und mechanisch gegen Berührung zu isolieren.

Schraubklemmen einer Steckdose mit drei flexiblen Leitern ohne Aderendhülsen

Klemmen der Steckdose

Der Anschluss wird über das Anziehen der Klemmen kontrolliert: Ein schlechter Kontakt wird in wenigen Minuten heiß.

Spannung und Strom des Schuko-Systems

Das Schukosystem ist für Spannungen von 220 V bis 240 V bei 50 Hz vorgesehen, wobei die Nennspannung 230 V beträgt. Stecker, Dosen und Verlängerungsleitungen sind in der Regel für einen Nennstrom von 16 A ausgelegt, was bei 230 V einer Leistung von 3,68 kW entspricht.

Gemäß den in der Produktnorm IEC 60884-1 definierten Anforderungen und Prüfungen müssen Schuko-Steckdosen ihren Nennstrom von 16 A für maximal eine Stunde ohne Überhitzung führen können. Dabei beziehen sich die 16 A auf die in VDE 0620-1 genannten haushaltsüblichen Lasten, jedoch nicht auf unbekannte Lasten wie zum Beispiel die Ladekurve eines Elektrofahrzeugs. Eine allgemeine Angabe zum zulässigen Dauerstrom von Schukosteckdosen wird normativ nicht getroffen. Für Dauerströme bis 16 A können blaue Steckverbinder nach IEC 60309 verwendet werden, die umgangssprachlich auch Camping- oder Caravanstecker genannt werden.

Freigeschaltete abisolierte Schutz-, Außen- und Neutralleiter in einer Hand

Leiter der Steckdose

Die Leiter vor dem Wiederanschließen prüfen: Eine beschädigte Ader wird unter Last heiß.

Der Unterschied zu anderen Steckdosen-Typen

Der Schuko unterscheidet sich von anderen europäischen Bauformen. Der französische Typ E hat eine Steckdose mit einem Erdungsstift in der Mitte, während der Schuko die Erdung über seitliche Kontaktbügel führt. Der dänische Typ K hat einen Erdungsstift in der Mitte der Steckdose. Der CEE-7/7-Stecker ist ein Hybrid, der sowohl in Schuko-Steckdosen als auch in französische Steckdosen passt, weil er sowohl die seitlichen Kontaktbügel als auch eine Öffnung für den französischen Erdungsstift besitzt.

Der Eurostecker, der CEE 7/16, ist ein zweipoliger Stecker ohne Schutzkontakt, der in Schuko-Steckdosen passt, aber nur für Geräte der Schutzklasse II, also mit Schutzisolierung, geeignet ist. Geräte mit Schutzisolierung sind über zweipolige Leitungen mit Konturenstecker oder Eurostecker versorgt. Die Schuko-Steckdose akzeptiert sowohl Eurostecker als auch CEE-7/17-Stecker.

Die Verbreitung des Schuko-Systems

Neben Deutschland wird das Schuko-System in vielen Ländern verwendet. Dazu gehören Österreich, die Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Ungarn, Griechenland, die Türkei und viele weitere Länder. In Italien gilt der Standard CEI 23-50. Das Schuko-System ist damit einer der meistverbreiteten Netzstecker-Standards in Europa.

Die weite Verbreitung bedeutet, dass ein Gerät mit Schuko-Stecker in vielen europäischen Ländern direkt verwendet werden kann, ohne einen Adapter zu benötigen. Für Reisen in Länder mit anderen Steckdosen-Standards, wie Großbritannien mit dem Typ G oder die USA mit dem Typ A und B, ist dagegen ein Reiseadapter erforderlich.

Sicherheit und Prüfung

Die Schuko-Steckdose ist für den Berührungsschutz ausgelegt. Die Grundebene der Abdeckung ist von einem etwa 19 mm hohen Kragen umgeben, sodass die Kontaktstifte von der Seite her nur so lange berührt werden können, solange sie noch nicht die Kontaktbuchsen berühren. Schuko-Steckdosen mit und ohne Kinderschutz, den sogenannten Shuttern, sind erhältlich. Die Shutter verhindern, dass Kinder Gegenstände in die Öffnungen stecken können.

Bei der Prüfung einer Schuko-Steckdose wird der Anschluss der drei Leiter kontrolliert: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Der Schutzleiter muss korrekt angeschlossen sein, damit Fehlerströme abgeleitet werden können. Eine beschädigte Isolierung oder ein loser Kontakt kann zu Überhitzung führen. Wenn eine Steckdose Wärme entwickelt, brummt oder sichtbare Schäden aufweist, sollte sie nicht weiter benutzt und von einem Fachbetrieb geprüft werden.

Die Geschichte des Schuko-Systems

Der Schuko-Stecker wurde in Deutschland entwickelt und hat eine lange Geschichte. Der Name Schuko ist eine Kurzform für Schutzkontakt. Das System wurde eingeführt, um Geräte mit einem Schutzleiter zu verbinden und so Fehlerströme sicher abzuleiten. Über die Jahrzehnte wurde der Schuko zum Standard in Deutschland und weiten Teilen Europas.

Die Normierung erfolgte über die DIN 49441 für die Stecker und die DIN 49440 für die Steckdosen. International wurde das System als CEE 7/3 für die Steckdose und CEE 7/4 für den Stecker klassifiziert und als Typ F in die IEC-Übersicht der Steckverbinder aufgenommen. Die weite Verbreitung des Systems macht den Schuko zu einem der wichtigsten Netzstecker-Standards weltweit.

Die Kompatibilität des Schuko-Systems

Die Schuko-Steckdose akzeptiert neben dem Schuko-Stecker auch andere Stecker-Typen. Der Eurostecker, der CEE 7/16, passt in die Schuko-Steckdose, ist aber nur für Geräte der Schutzklasse II geeignet. Der Konturenstecker, der CEE 7/17, passt ebenfalls in die Schuko-Steckdose. Der CEE-7/7-Stecker ist ein Hybrid, der sowohl in Schuko-Steckdosen als auch in französische Steckdosen passt.

Diese Kompatibilität ist praktisch, weil ein Gerät mit CEE-7/7-Stecker in den meisten europäischen Ländern direkt verwendet werden kann. Für Länder mit anderen Steckdosen-Standards ist dagegen ein Reiseadapter erforderlich. Die Kompatibilität bedeutet aber auch, dass der Anwender wissen muss, welcher Stecker für welches Gerät geeignet ist. Ein Eurostecker ohne Schutzkontakt darf nur für Geräte mit Schutzisolierung verwendet werden.

Die Sicherheitsmerkmale im Detail

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal des Schuko-Systems ist der voreilende Schutzkontakt. Die seitlichen Kontaktbügel der Steckdose verbinden den Schutzleiter mit dem Gerät, bevor die spannungsführenden Stifte Kontakt herstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass ein Fehlerstrom sofort abgeleitet werden kann, sobald der Stromkreis geschlossen wird.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist der Berührungsschutz. Die Grundebene der Abdeckung ist von einem etwa 19 mm hohen Kragen umgeben, sodass die Kontaktstifte von der Seite her nur so lange berührt werden können, solange sie noch nicht die Kontaktbuchsen berühren. Schuko-Steckdosen mit Kinderschutz, den sogenannten Shuttern, verhindern zusätzlich, dass Kinder Gegenstände in die Öffnungen stecken können.

Attention

Elektrisch leitfähige Gehäuse müssen mit dem Schutzleiter verbunden werden. Beim Ersatz einer zweipoligen Leitung durch eine dreipolige ist die grüngelbe PE-Ader nur im Schuko-Stecker anzuklemmen und auf der Geräteseite fachgerecht zu isolieren und mechanisch gegen Berührung zu isolieren. Ein fehlender oder falsch angeschlossener Schutzleiter kann lebensgefährlich sein.

Die Prüfung einer Schuko-Steckdose

Bei der Prüfung einer Schuko-Steckdose wird der Anschluss der drei Leiter kontrolliert: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Der Schutzleiter muss korrekt angeschlossen sein, damit Fehlerströme abgeleitet werden können. Die Klemmen müssen fest angezogen sein, denn ein schlechter Kontakt wird unter Last heiß.

Eine beschädigte Isolierung oder ein loser Kontakt kann zu Überhitzung führen. Wenn eine Steckdose Wärme entwickelt, brummt oder sichtbare Schäden aufweist, sollte sie nicht weiter benutzt und von einem Fachbetrieb geprüft werden. Die Prüfung gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, die über die passenden Messgeräte verfügt.

Die Bedeutung der 16-A-Angabe

Die Angabe von 16 A auf einer Schuko-Steckdose bezieht sich auf haushaltsübliche Lasten nach VDE 0620-1. Gemäß der Produktnorm IEC 60884-1 müssen Schuko-Steckdosen ihren Nennstrom von 16 A für maximal eine Stunde ohne Überhitzung führen können. Die 16 A gelten jedoch nicht für unbekannte Lasten wie zum Beispiel die Ladekurve eines Elektrofahrzeugs.

Eine allgemeine Angabe zum zulässigen Dauerstrom von Schukosteckdosen wird normativ nicht getroffen. Für Dauerströme bis 16 A können blaue Steckverbinder nach IEC 60309 verwendet werden, die umgangssprachlich auch Camping- oder Caravanstecker genannt werden. Diese Steckverbinder sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und werden häufig in Wohnmobilen und auf Campingplätzen eingesetzt.

Häufige Fehler im Umgang mit Schuko-Steckdosen

Ein häufiger Fehler ist, eine Schuko-Steckdose für Dauerlasten zu verwenden, für die sie nicht ausgelegt ist. Das Laden eines Elektrofahrzeugs über eine Haushaltssteckdose ist ein Beispiel dafür. Die 16-A-Angabe bezieht sich auf haushaltsübliche Lasten, nicht auf die Ladekurve eines Elektrofahrzeugs.

Ein zweiter Fehler ist, den Schutzleiter zu vernachlässigen. Ein Gerät mit leitfähigem Gehäuse muss über den Schutzleiter verbunden sein. Ein dritter Fehler ist, einen Eurostecker ohne Schutzkontakt für ein Gerät zu verwenden, das einen Schutzleiter benötigt. Der Eurostecker ist nur für Geräte der Schutzklasse II mit Schutzisolierung geeignet.

Wann eine Schuko-Steckdose ersetzt werden sollte

Eine Schuko-Steckdose sollte ersetzt werden, wenn sie sichtbare Schäden aufweist, Wärme entwickelt, brummt oder die Klemmen nicht mehr fest halten. Auch eine verfärbte oder gerissene Abdeckung ist ein Grund für einen Austausch. Bei der Erneuerung einer Steckdose wird der Anschluss der drei Leiter kontrolliert und die neue Steckdose fachgerecht montiert.

Die Erneuerung gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, wenn Sie nicht über die nötige Qualifikation verfügen. Arbeiten an der Elektroinstallation sind nur zertifizierten Elektrofachbetrieben erlaubt. Eine nicht fachgerechte Installation kann zu Überhitzung, Kurzschluss oder Stromschlag führen.

Der Vergleich mit dem französischen Typ E

Der französische Typ E unterscheidet sich vom Schuko durch die Position des Schutzleiters. Beim Typ E sitzt der Erdungsstift in der Mitte der Steckdose, während der Schuko die Erdung über seitliche Kontaktbügel führt. Ein Gerät mit Schuko-Stecker passt nicht in eine französische Steckdose, und ein Gerät mit französischem Stecker passt nicht in eine Schuko-Steckdose.

Der CEE-7/7-Stecker löst dieses Problem: Er ist ein Hybrid, der sowohl in Schuko-Steckdosen als auch in französische Steckdosen passt, weil er sowohl die seitlichen Kontaktbügel als auch eine Öffnung für den französischen Erdungsstift besitzt. Deshalb ist der CEE-7/7-Stecker in ganz Europa weit verbreitet und wird bei den meisten neuen Geräten verwendet.

Der Vergleich mit dem britischen Typ G

Der britische Typ G, der durch die Norm BS 1363 geregelt ist, unterscheidet sich grundlegend vom Schuko. Die britische Steckdose hat drei rechteckige Stifte in Dreiecksanordnung, wobei der Erdungsstift oben größer und länger ist. Die britische Steckdose ist mit 13 A bewertet und verfügt über einen Sicherheitsmechanismus, der die Öffnungen verschließt.

Ein Gerät mit Schuko-Stecker benötigt für Großbritannien einen Reiseadapter. Umgekehrt passt ein britischer Stecker nicht in eine Schuko-Steckdose. Die unterschiedlichen Steckdosen-Standards in Europa machen Reiseadapter für Reisen zwischen den Ländern notwendig.

Der Vergleich mit dem US-amerikanischen Typ A und B

Die US-amerikanischen Steckdosen-Typen A und B arbeiten mit 120 V und unterscheiden sich ebenfalls grundlegend vom Schuko. Der Typ A hat zwei flache parallele Stifte, der Typ B zusätzlich einen runden Erdungsstift. Die US-Steckdosen sind für 15 A oder 20 A bei 120 V ausgelegt.

Ein Gerät mit Schuko-Stecker benötigt für die USA einen Reiseadapter und ein Gerät, das für 230 V ausgelegt ist. Die unterschiedliche Spannung macht zusätzlich einen Spannungswandler erforderlich, wenn das Gerät nicht für beide Spannungen ausgelegt ist. Die weltweit unterschiedlichen Steckdosen-Standards sind ein Grund, warum die IEC eine Übersicht der Steckverbinder-Typen veröffentlicht hat.

Die Bedeutung der Normen

Die Normen für Steckverbinder stellen sicher, dass Stecker und Steckdosen sicher zusammenarbeiten. Die DIN 49441 regelt die zweipoligen Stecker mit Schutzkontakt, die DIN 49440-1 die zweipoligen Steckdosen mit Schutzkontakt. International ist das Schuko-System als CEE 7/3 und CEE 7/4 klassifiziert und als Typ F in der IEC-Übersicht aufgeführt.

Die Produktnorm IEC 60884-1 definiert die Anforderungen und Prüfungen für Steckdosen und Stecker. Gemäß dieser Norm müssen Schuko-Steckdosen ihren Nennstrom von 16 A für maximal eine Stunde ohne Überhitzung führen können. Die VDE 0620-1 regelt die haushaltsüblichen Lasten, auf die sich die 16-A-Angabe bezieht.

Die Auswahl der richtigen Steckdose

Bei der Auswahl einer Schuko-Steckdose spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Bauform, ob aufputz oder unterputz, hängt von der Installation ab. Die Ausführung mit oder ohne Kinderschutz hängt vom Einsatzort ab. In Haushalten mit kleinen Kindern sind Steckdosen mit Shuttern empfehlenswert.

Auch die Qualität der Klemmen ist wichtig. Moderne Steckdosen verfügen über Steckklemmen, die ein schnelles und sicheres Anschließen ermöglichen. Bei der Montage wird der Anschluss der drei Leiter kontrolliert: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Der Schutzleiter muss korrekt angeschlossen sein, damit Fehlerströme abgeleitet werden können.

Die Wartung von Schuko-Steckdosen

Schuko-Steckdosen benötigen wenig Wartung, sollten aber regelmäßig geprüft werden. Die Klemmen müssen fest sitzen, die Abdeckung darf keine Risse aufweisen, und die Steckdose darf keine Wärme entwickeln. Wenn ein Stecker schwer in die Steckdose geht oder Spiel hat, sollte die Steckdose geprüft werden.

Eine verfärbte oder gerissene Abdeckung ist ein Grund für einen Austausch. Auch eine Steckdose, die brummt oder Wärme entwickelt, sollte nicht weiter benutzt werden. Die Prüfung und Erneuerung gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, wenn Sie nicht über die nötige Qualifikation verfügen.

Die Montage einer Schuko-Steckdose

Bei der Montage einer Schuko-Steckdose wird zuerst der Stromkreis abgeschaltet und die Spannungsfreiheit geprüft. Danach wird die alte Steckdose demontiert und der Anschluss der drei Leiter kontrolliert: Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Die Leiter werden in die Klemmen der neuen Steckdose eingeführt und fest angezogen.

Nach der Montage wird die Steckdose wieder an der Wand befestigt und die Funktion geprüft. Die Montage gehört in die Hände einer Elektrofachkraft, wenn Sie nicht über die nötige Qualifikation verfügen. Arbeiten an der Elektroinstallation sind nur zertifizierten Elektrofachbetrieben erlaubt. Eine nicht fachgerechte Installation kann zu Überhitzung, Kurzschluss oder Stromschlag führen.

Die häufigsten Fragen zur Schuko-Steckdose

Die häufigsten Fragen betreffen die Kompatibilität, die Belastbarkeit und die Sicherheit. Viele Anwender fragen, ob ein Eurostecker in eine Schuko-Steckdose passt, ob die Steckdose für Dauerlasten geeignet ist und ob der Schutzleiter wichtig ist. Die Antworten finden sich in den technischen Daten und den Normen.

Die Schuko-Steckdose akzeptiert Eurostecker und CEE-7/17-Stecker, ist aber für haushaltsübliche Lasten ausgelegt. Der Schutzleiter ist wichtig, weil er Fehlerströme ableitet. Wer diese Grundlagen kennt, nutzt die Schuko-Steckdose sicher und vermeidet die häufigsten Fehler.

Was ist der Unterschied zwischen CEE 7/3 und CEE 7/4?

CEE 7/3 bezeichnet die Schuko-Steckdose, CEE 7/4 den Schuko-Stecker. Beide zusammen bilden das Schuko-System, das international als Typ F klassifiziert ist. Die Steckdose hat zwei runde Öffnungen und zwei seitliche Erdungsklemmen.

Wie viel Leistung kann eine Schuko-Steckdose liefern?

Eine Schuko-Steckdose ist für 16 A bei 230 V ausgelegt, was einer Leistung von 3,68 kW entspricht. Die 16 A beziehen sich auf haushaltsübliche Lasten nach VDE 0620-1, nicht auf unbekannte Dauerlasten wie die Ladekurve eines Elektrofahrzeugs.

Ist der Schuko-Stecker verpolungssicher?

Nein. Schukosteckverbinder sind symmetrisch und nicht verpolungssicher: Außen- und Neutralleiter sind nicht fest zugewiesen. Das unterscheidet den Schuko von Bauformen mit festgelegter Polung.

Passt ein Eurostecker in eine Schuko-Steckdose?

Ja. Die Schuko-Steckdose akzeptiert Eurostecker und CEE-7/17-Stecker. Der Eurostecker ist ein zweipoliger Stecker ohne Schutzkontakt und nur für Geräte der Schutzklasse II mit Schutzisolierung geeignet.

In welchen Ländern wird das Schuko-System verwendet?

Das Schuko-System wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Polen, Ungarn, Griechenland, der Türkei und vielen weiteren Ländern verwendet. In Italien gilt der Standard CEI 23-50.

Théo Desrousseaux au travail

Théo Desrousseaux

Elektriker und Herausgeber

Ich arbeite im Elektrohandwerk und gebe dieses Magazin heraus. Jeder Ratgeber wird vor der Veröffentlichung für sein Zielland geprüft.

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