Empfänger bei einer Vorführung
Der am Balken befestigte Empfänger erfasst die grüne Linie auch dann, wenn sie mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen ist. Er ermöglicht große Reichweiten.
Kurz gesagt
Bei der Wahl zwischen einem Linienlaser von Bosch, STABILA oder Leica zählen vier Kriterien: Strahlfarbe, Anzahl der Linien, nutzbare Reichweite und Schutzart.
Der Bosch GLL 3-80 projiziert drei rote 360°-Linien mit einer Genauigkeit von ± 0,3 mm/m, der STABILA LAX 600 G projiziert drei grüne 360°-Linien mit IP 65 (ohne Akku) laut Hersteller. Der Leica Lino L2P5G bietet zwei grüne Linien und vier grüne Punkte bei einer Nivelliergenauigkeit von ± 0,2 mm/m.
Ich vergleiche die drei Geräte anhand ihrer offiziellen Datenblätter und der deutschen Herstellerangaben. Genannte UVP ohne MwSt. sind unverbindliche Nettopreisempfehlungen, keine Händlerendpreise; für Käufe in Deutschland gilt grundsätzlich 19 % Umsatzsteuer.
Entscheidend ist, welches Gerät beim Anzeichnen von Schlitzen, Ausrichten von Schienen oder Setzen einer Reihe von Unterputzdosen hilft, ohne für eine Reichweite zu bezahlen, die auf der Baustelle nicht nutzbar ist.
± 0,3 mm/m
angegebene Nivelliergenauigkeit des Bosch GLL 3-80
40 m
angegebene Reichweite des STABILA LAX 600 G mit grünem Laserstrahl
± 0,2 mm/m
angegebene Nivelliergenauigkeit des Leica Lino L2P5G
389 €
deutsche Bosch-UVP des GLL 3-80 ohne MwSt., Stand 15.10.2026
Die Datenblätter nennen meist dieselben Kenngrößen, doch nicht alle sind für die Kaufentscheidung gleich wichtig. Die Nivelliergenauigkeit wird in mm pro Meter angegeben: Sie beschreibt, wie weit die Linie je Meter Entfernung von der tatsächlichen Waagerechten abweichen kann.
Die drei Hersteller nennen vergleichbare Werte zwischen ± 0,2 und ± 0,3 mm/m. Das ist die Größenordnung professioneller Linienlaser.
Die Leistungsangaben üblicher Wasserwaagen und Baustellenlaser unterliegen keiner verpflichtenden harmonisierten Norm. Die französische NF E11-301 betrifft Wasserwaagen, schreibt aber die beworbenen Werte nicht vor. Deren Verlässlichkeit hängt von der Qualitätskontrolle des Herstellers ab.
STABILA veröffentlicht dazu ausführliche Angaben zu Fertigung und Prüfverfahren.
Die Reichweite ist die Datenblattangabe, die am ehesten zu falschen Erwartungen führt. Sie wird unter idealen Bedingungen im Dunkeln ermittelt; für die größten Reichweiten kommt ein Empfänger zum Einsatz.
Bosch nennt beim GLL 3-80 beispielsweise 30 m ohne Empfänger und 120 m mit dem Laserempfänger LR 6 oder LR 7. An der Wand eines zu renovierenden Badezimmers zählt dagegen, ob die Linie auf wenige Meter gut erkennbar bleibt.
Auch der Selbstnivellierbereich ist wichtig. Er gibt an, wie schräg das Gerät stehen darf, damit es sich noch selbst ausrichtet: beim GLL 3-80 und beim Lino L2P5G jeweils ± 4°. Außerhalb dieses Bereichs blinkt der Laser oder schaltet ab; dann muss ich ihn neu aufstellen.
Die Schutzart entscheidet mit über den Einsatzbereich: IP 54 steht für Schutz gegen Staub und Spritzwasser, IP 65 für Schutz gegen Strahlwasser. Das spielt bei staubigen Renovierungsarbeiten eine Rolle.
Die erste Entscheidung betrifft die Farbe: Grün ist bei Tageslicht besser sichtbar als Rot, während rote Laser günstiger sind.
Der Bosch GLL 3-80 arbeitet mit rotem Laserlicht (Wellenlänge 630–650 nm), der Leica Lino L2P5G mit grünem (525 nm). Beim LAX 600 G setzt STABILA auf die grüne GREENBEAM-Technologie.
Das menschliche Auge ist bei 550 nm am empfindlichsten. Grünes Licht bei 525 bis 532 nm hebt sich deshalb auf einer hellen, vom Fenster beleuchteten Wand deutlicher ab. In sehr hellen Räumen bleibt eine rote Linie auf 3 bis 5 m sichtbar; eine grüne Linie reicht häufig über die gesamte Raumlänge.
Das spart mir Zeit, wenn ich allein auf der anderen Seite eines Raums einen Schlitz anzeichne.
Der Aufpreis für Grün lohnt sich in zwei Fällen: bei regelmäßigen Renovierungsarbeiten in hellen Innenräumen und bei Arbeiten im Tageslicht. Für gelegentliche Einsätze in einem geschlossenen Raum reicht Rot. Die Preisdifferenz kann dann ein Stativ finanzieren.
Ob eine Wasserwaage oder ein Laser sinnvoller ist, habe ich gesondert in meinem Vergleich von STABILA, Stanley und Bosch behandelt.
Der GLL 3-80 Professional, Artikelnummer 0 601 063 S00, ist ein auf Baustellen verbreitetes Modell. Seine drei 360°-Linien erfassen von einem Standort aus den ganzen Raum: eine waagerechte und zwei senkrechte. Damit lassen sich zugleich die Höhe der Steckdosen und die senkrechte Ausrichtung einer Trennwand festlegen.
Bosch gibt eine Genauigkeit von ± 0,3 mm/m und eine Nivellierzeit von 4 Sekunden an. Das Gerät läuft mit 4 AA-Batterien; bei drei eingeschalteten Linien beträgt die angegebene Laufzeit 4 Stunden.
Für Elektroinstallationen bietet es vielseitige Einsatzmöglichkeiten zu einem veröffentlichten Preis. In Deutschland nennt Bosch für das Set 0 601 063 S00 mit Handwerkerkoffer, Laserzieltafel und vier AA-Batterien 389 € UVP ohne MwSt. (Stand: 15.10.2026). Mit IP 54 und 0,82 kg ist es ein Gerät für den Baustellenalltag.
Die Universalhalterung BM 1 und das Stativ BT 250 sind separat erhältliches Zubehör. Die 1/4”- und 5/8”-Gewinde passen zu den meisten handelsüblichen Stativen.
Die Schwäche dieses Modells ist die rote Strahlfarbe: In sehr hellen Räumen sind die Linien schlechter zu erkennen. Wer bei Bosch einen grünen Laser möchte, muss eine höher angesiedelte Modellreihe wählen und entsprechend mehr einplanen. Diesen Wechsel behandle ich in meinem Vergleich von STABILA, Stanley und Bosch.
Der LAX 600 G von STABILA setzt hier an: drei grüne 360°-Linien mit GREENBEAM-Technologie und einer vom Hersteller angegebenen Sichtbarkeit bis 40 m. STABILA nennt eine Nivelliergenauigkeit von ± 0,3 mm/m und einen Selbstnivellierbereich von etwa ± 4°.
Das Gerät nutzt einen Akku der markenübergreifenden Plattform CAS 12 V. Angegeben sind bis zu 15 Stunden Laufzeit und eine vollständige Aufladung in maximal 45 Minuten mit dem Schnellladegerät. STABILA gibt für den LAX 600 G IP 65 (ohne Akku) an; die anderen beiden Modelle, Bosch GLL 3-80 und Leica Lino L2P5G, sind mit IP 54 spezifiziert.
Bei Renovierungen ist dieser Schutz nachvollziehbar: Gipskartonstaub und Spritzwasser kommen häufig vor. Ein entsprechend geschütztes Gerät hilft, Ausfälle der Selbstnivellierung zu vermeiden.
Das Nivellierpendel ist für Baustellenbedingungen ausgelegt. STABILA bietet außerdem den roten LAX 600 an: mit einer angegebenen Reichweite von 30 m und bis zu 28 Stunden Laufzeit.
Für den Innenausbau ergänzt der 2026 eingeführte LAX 60 G das Sortiment: ein kompakter Kreuzlinienlaser mit bis zu 30 m ohne Empfänger und 80 m mit Empfänger im Pulsmodus. Er läuft mit drei AA-Batterien.
STABILA bietet ein aufeinander abgestimmtes Sortiment an Messwerkzeugen: Der Linienlaser ergänzt die elektronischen Wasserwaagen und Laser-Entfernungsmesser der Marke, auf die ich in meinem Beitrag zum Nutzen elektronischer Wasserwaagen eingehe.
STABILA bietet den LAX 600 G in Deutschland als 5-teiliges Set ohne Akku und Ladegerät sowie als 7-teiliges Set mit CAS-Akku und Ladegerät an. Der konkrete Endpreis hängt vom Händler und der gewählten Setvariante ab; eine unverifizierte deutsche Preisangabe verwende ich nicht.
Empfänger bei einer Vorführung
Der am Balken befestigte Empfänger erfasst die grüne Linie auch dann, wenn sie mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen ist. Er ermöglicht große Reichweiten.
Das Zusammenspiel von Laser und Empfänger bestimmt die nutzbare Reichweite auf der Baustelle stärker als die bloße Zahl im Datenblatt.
Für den LAX 600 G nennt STABILA den Empfänger REC 500 RG, mit einem angegebenen Arbeitsbereich von bis zu 200 m Durchmesser. Das Foto oben zeigt einen Rotationslaser-Empfänger, der bei einer Vorführung im Schulungszentrum gezeigt wurde, nicht den LAX 600 G mit seinem vorgesehenen Empfänger.
Leica Geosystems ist seit Langem auf Präzisionsmessung spezialisiert. Der Lino L2P5G bringt diese Präzision in einen Linienlaser. Er bietet zwei Linien, eine waagerechte und eine senkrechte, sowie vier Punkte: oben, unten, rechts und links. Alle sind grün bei 525 nm, Laserklasse 2.
Das offizielle technische Datenblatt nennt eine Nivelliergenauigkeit von ± 0,2 mm/m, eine Liniengenauigkeit von ± 0,3 mm/m, eine Reichweite von 35 m beziehungsweise 80 m mit Empfänger und eine Laufzeit von bis zu 28 Stunden mit Li-Ion-Akku.
Mit zwei Linien bietet er weniger Linien als Bosch und STABILA. Seine vier Punkte (Lot- und 90°-Punkte) helfen dafür beim Übertragen von Positionen, etwa senkrecht zwischen Decke und Boden für eine Pendelleuchte oder beim Ausrichten gegenüberliegender Leitungsführungen.
IP 54, ein 1/4”-Gewinde und ein Gewicht von 530 g machen ihn zu einem vollständig ausgestatteten Messgerät für Innenarbeiten.
Leica nennt auf seiner deutschen Produktseite 624 € UVP exkl. MwSt. (Stand: 15.10.2026). Ob sich diese Investition lohnt, hängt davon ab, ob die Nivelliergenauigkeit und die zusätzlichen Punkte für die jeweilige Arbeit gebraucht werden.
Die Tabelle enthält Herstellerangaben der genannten Modelle. Die Preiszeile zeigt deutsche Hersteller-UVP ohne MwSt. (Stand: 15.10.2026), keine verbindlichen Händlerpreise; die Setvarianten unterscheiden sich.
| Kriterium | Bosch GLL 3-80 | STABILA LAX 600 G | Leica Lino L2P5G |
|---|---|---|---|
| Kriterium Linien | Bosch GLL 3-80 3 360°-Linien | STABILA LAX 600 G 3 360°-Linien | Leica Lino L2P5G 2 Linien + 4 Punkte |
| Kriterium Farbe | Bosch GLL 3-80 Rot, 630-650 nm | STABILA LAX 600 G Grün, GREENBEAM | Leica Lino L2P5G Grün, 525 nm |
| Kriterium Genauigkeit | Bosch GLL 3-80 ± 0,3 mm/m | STABILA LAX 600 G ± 0,3 mm/m | Leica Lino L2P5G Nivellierung ± 0,2 mm/m, Linien ± 0,3 mm/m |
| Kriterium Angegebene Reichweite | Bosch GLL 3-80 30 m, 120 m mit Empfänger | STABILA LAX 600 G Bis zu 40 m | Leica Lino L2P5G 35 m, 80 m mit Empfänger |
| Kriterium Selbstnivellierbereich | Bosch GLL 3-80 ± 4° | STABILA LAX 600 G ± 4° | Leica Lino L2P5G ± 4° |
| Kriterium Schutzart | Bosch GLL 3-80 IP 54 | STABILA LAX 600 G IP 65 (ohne Akku) | Leica Lino L2P5G IP 54 |
| Kriterium Laufzeit | Bosch GLL 3-80 4 h, 4 AA-Batterien | STABILA LAX 600 G Bis zu 15 h, CAS-12-V-Akku | Leica Lino L2P5G Bis zu 28 h, Li-Ion |
| Kriterium Hersteller-UVP (Deutschland) | Bosch GLL 3-80 389 € ohne MwSt. | STABILA LAX 600 G Händlerangebot je Set | Leica Lino L2P5G 624 € ohne MwSt. |
Technische Herstellerdaten und deutsche UVP ohne MwSt. (Stand: 15.10.2026); keine Händlerendpreise.
Für mich ergibt sich daraus: Der GLL 3-80 ist eine bewährte Wahl mit angegebenem Preis. Der LAX 600 G bietet laut STABILA IP 65 ohne Akku und grüne Linien mit hoher Sichtbarkeit. Der L2P5G hat die höchste Nivelliergenauigkeit und als einziger zusätzliche Lot- und Richtpunkte.
Alle drei sind professionelle Messgeräte. Die Wahl hängt von Strahlfarbe, Baustellenbedingungen und Budget ab.
Bei Renovierungen stelle ich den Linienlaser auf sein Stativ oder seine Halterung und lege zunächst die waagerechte Bezugslinie auf Höhe der Installationsgeräte fest.
Die senkrechten Schlitze zeichne ich anschließend entlang der projizierten Linie an. Die Wasserwaage muss dafür nicht ständig an die Wand gehalten werden; die waagerechte Laserlinie gibt über den gesamten Raum dieselbe Höhe vor.
Für eine Reihe von Unterputzdosen richte ich die waagerechte Linie an der ersten bereits gesetzten Dose aus und übertrage die Positionen der weiteren Dosen entlang der Linie. Dasselbe Prinzip gilt für eine Leuchtenreihe oder einen Installationskanal.
Wenn die Wand schwer zu durchbohren ist, wie bei Stein, vermeidet eine präzise Anzeichnung das Hin- und Herlaufen: Ich gehe darauf in meiner Anleitung zum Anbringen einer Steckdose an einer Steinwand ein.
Der Laser ersetzt nicht jede Kontrolle: An Dosen bleibt eine Kontrolle mit der Wasserwaage direkt am Bauteil nötig. Vor dem Kauf lohnt auch die Frage nach elektronischen Messfunktionen, die ich in meinem Beitrag über den Nutzen elektronischer Wasserwaagen behandle.
Ausrichtung des Gehäuses kontrollieren
Nach dem Laseranriss kontrolliere ich das Gehäuse vor dem Befestigen: Die Libellenblase muss mittig stehen, auch wenn die Linie bereits die Höhe vorgegeben hat. Das Foto zeigt ein französisches Praxisbeispiel.
Bei der Ausstattung eines ganzen Montagefahrzeugs gelten andere Kriterien als beim gelegentlichen Heimwerken. Die professionellen Werkzeugserien habe ich in meinem Beitrag über Hilti-Werkzeug für Elektriker verglichen.
Ohne Stativ verliert ein Linienlaser einen großen Teil seines Nutzens: Das Stativ hält die Bezugshöhe. Für die Universalhalterung BM 1 und das Stativ BT 250 vergleiche ich deutsche Händlerangebote statt früherer französischer Bruttopreise.
Nur der hier verglichene STABILA LAX 600 G nutzt die Akkuplattform CAS 12 V. Der ebenfalls erwähnte LAX 60 G wird dagegen mit drei AA-Batterien betrieben. Der Leica L2P5G kann als Alternative zum Li-Ion-Akku auch mit Alkalibatterien betrieben werden.
Wandhalterungen sind das zweite nützliche Zubehörteil. Eine Magnethalterung oder Wandbefestigung erlaubt das Arbeiten auf Installationshöhe, ohne dass ein Stativ auf dem Boden im Weg steht.
Den Laserempfänger brauche ich vor allem für große Entfernungen im Außenbereich. Bei Elektroinstallationen in Innenräumen bleibt er im Koffer.
3 Fragen
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Bosch GLL 3-80 vs STABILA LAX 600 G
Avantages
Inconvénients
Bénéfices cachés
Coûts cachés
Bevor ich eine Linie anzeichne, richte ich das Gerät ein. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Standort, Halterung, Höhe und Kontrolle.
Auf glatten Wänden nutze ich die Wandhalterung oder eine Magnethalterung, auf dem Boden das Stativ. Die Halterung ziehe ich fest, ohne das Gehäuse dabei zu verdrehen.
Die Höhe stelle ich nahe der geplanten Bezugslinie ein. So bleibt der Strahl in dem Bereich, in dem ich später ablese, und ich muss mich nicht bücken.
Für eine Reihe von Dosen im Flur stelle ich das Stativ in der Raummitte auf, damit die Linie beide Wände erreicht.
Nach dem Einschalten warte ich, bis sich das Pendel beruhigt hat. Erst wenn die Linie ruhig steht, übertrage ich die Höhe auf die Wand.
Eine Markierung an der Wand und eine Drehung um 180° am selben Standort belegen die Nivelliergenauigkeit nicht. Die Kontrolle muss der Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells folgen und die dort festgelegten Messabstände und Toleranzen einhalten. Leica schreibt für den Lino L2P5G beispielsweise Messungen zwischen zwei etwa 5 m voneinander entfernten Wänden, zwei Aufstellpositionen und die Auswertung mehrerer Markierungen vor.
Auch bei der senkrechten Linie genügt eine ungeprüfte Türzarge nicht als Genauigkeitsreferenz. Die Leica-Anleitung verwendet dafür ein Lot sowie einen definierten Abstand und eine Toleranz. Für Bosch und STABILA gelten die jeweiligen Herstellerverfahren.
Beim Aufstellen achte ich darauf, dass keine Werkzeugkiste und kein Kabel den Weg zum Gerät kreuzen. Ein Stoß genügt, um die Einstellung zu verlieren.
Steht der Untergrund zu schräg, blinkt die Linie oder das Gerät schaltet ab. Dann stelle ich es neu auf, statt gegen den Selbstnivellierbereich zu arbeiten.
Nach dem Transport stelle ich das Gerät erst auf den vorgesehenen Untergrund und schalte es dann ein. So vermeide ich, dass die Selbstnivellierung während des Aufbaus arbeitet.
Bevor ich den ersten Schlitz anzeichne, gehe ich die Linie einmal mit den Augen entlang. So sehe ich, ob der Strahl auf der ganzen Länge frei läuft oder von einem Gegenstand unterbrochen wird.
Nach dem Standortwechsel wiederhole ich die Prüfung an der ersten Markierung. So sehe ich sofort, ob die Höhe noch stimmt.
Das Gerät schalte ich erst ein, wenn die Halterung fest sitzt. Läuft der Laser während des Aufbaus, kann ich die Linie nicht sauber ablesen.
Der Laserstrahl gehört nicht in Augen. Ich richte das Gerät so aus, dass die Linie auf Wand oder Boden läuft und nicht auf Augenhöhe in den Raum hinein.
Beim Einschalten prüfe ich, wer sich im Raum befindet. Steht jemand in der Ebene des Strahls, drehe ich das Gerät oder stelle es tiefer.
Personen, die den Raum während der Arbeit betreten, weise ich auf den eingeschalteten Laser hin. Das gilt besonders, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle arbeiten.
Reflektierende Flächen meide ich. Auf Glas, poliertem Metall oder einem Spiegel wird der Strahl seitlich abgelenkt und trifft unter Umständen in eine andere Richtung.
Nach dem Anzeichnen schalte ich das Gerät aus, statt es mit laufendem Strahl liegen zu lassen. Auch vor dem Umbau des Statives schalte ich ab.
In bewohnten Wohnungen stelle ich das Stativ so, dass niemand mit dem Kopf in die Linie gerät. Ich achte darauf, dass Kinder während der Messung nicht im Arbeitsbereich bleiben.
Auf Gerüsten und Leitern richte ich das Stativ vor dem Aufstieg ein. So muss ich nicht in der Höhe am Gerät hantieren, während der Strahl läuft.
Werkzeug und Material stelle ich nicht in die Linie. Ein Gegenstand im Strahlengang erzeugt einen Schatten, den ich leicht als Abweichung deute.
Der Lino L2P5G ist im Datenblatt mit Laserklasse 2 angegeben. Für jedes Gerät gelten die Hinweise der mitgelieferten Bedienungsanleitung.
Nicht jede Aufgabe braucht einen Laser. Auf kurzer Strecke ist die Wasserwaage schneller: anlegen, ausrichten, anzeichnen.
Bei einem einzelnen Gehäuse greife ich ebenfalls zur Wasserwaage, weil ich die Libelle direkt am Bauteil sehe. Die Laserlinie gibt die Höhe vor, nicht die Ausrichtung des Gehäuses in der Wand.
In engen Schächten und hinter Rohren fehlt oft die Sichtlinie. Dort ist der Strahl verdeckt, und ich arbeite mit der Wasserwaage weiter.
Bei kurzen Strecken ohne Stativ ist die Wasserwaage außerdem schneller aufgebaut. Kein Aufstellen, kein Warten auf das Pendel, kein Akku.
Muss ich eine Wand nur grob ausrichten, reicht die Wasserwaage. Den Laser setze ich ein, wenn dieselbe Höhe über eine längere Strecke oder über einen ganzen Raum gelten soll.
Auf einer Leiter oder in der Nähe einer Decke habe ich mit der Wasserwaage mehr Kontrolle. Der Laser steht dann oft zu tief, um die Linie noch zu sehen.
In Treppenhäusern und auf schmalen Gerüsten ist der Aufbau eines Statives nicht immer möglich. Dort bleibt die Wasserwaage das passende Werkzeug.
Für eine einzelne waagerechte Linie in einem kleinen Raum baue ich kein Stativ auf. Die lange Wasserwaage liegt schneller an der Wand.
Den Laser nehme ich auch dann nicht, wenn ich die Linie nur einmal brauche und das Gerät erst aufbauen müsste. Der Aufbau lohnt sich ab der zweiten Bezugslinie im selben Raum.
Ein häufiger Fehler ist eine lose Halterung. Eine Wandhalterung, die sich beim Anziehen der Schraube dreht, verschiebt die Linie, bevor ich die erste Markierung setze.
Ein Stativ auf unebenem Boden sackt beim Ausziehen der Beine nach. Ich stelle es auf festen Untergrund und prüfe die Höhe nach dem Aufbau erneut.
Die Linienstärke verleitet zum Fehler. Ich markiere immer an derselben Kante des Strahls und nicht einmal links und einmal rechts.
Wer die Linie auf einer schiefen Wand abliest, überträgt deren Schräge auf die Installation. Ich prüfe die Wand vorher mit der Wasserwaage.
Wird das Gerät während der Arbeit angefasst oder verschoben, ist die Bezugshöhe verloren. Ich kontrolliere die Linie dann erneut an der ersten Markierung.
Eine falsch gewählte Standhöhe führt ebenfalls zu Fehlern. Steht der Laser zu tief, trifft die waagerechte Linie auf Möbel oder Türblätter und wird unterbrochen.
Bei direkter Sonne auf der Wand erkenne ich eine rote Linie schlechter. Dann warte ich ab oder wechsle den Standort des Geräts.
Nach dem Bohren prüfe ich die Linie erneut. Staub und Erschütterungen können die Halterung verschieben.
Bei Arbeiten im Freien prüfe ich vor dem Aufbau die Windverhältnisse. Eine Böe reicht, um ein leichtes Stativ zu verschieben.
Wenn ich eine bestehende Höhe übernehme, prüfe ich sie zuerst mit der Wasserwaage. Sonst übertrage ich einen vorhandenen Fehler auf die neue Installation.
Am Ende jeder Messung zeichne ich die Linie mit einem dünnen Bleistiftstrich nach. Die Linie des Lasers ist breiter als der Strich, den ich für die Installation brauche.
Grün ist bei Tageslicht besser sichtbar: Das Auge ist um 550 nm besonders empfindlich, und Hersteller setzen grüne Dioden mit 525 nm ein. Rot ist günstiger und reicht für einen geschlossenen Raum. Der Bosch GLL 3-80 arbeitet mit roten Linien, der STABILA LAX 600 G und der Leica Lino L2P5G mit grünen.
Eine typische Toleranz beträgt ± 0,3 mm/m, also 3 mm auf 10 Meter. Diese Liniengenauigkeit geben Bosch für den GLL 3-80, STABILA für den LAX 600 G und Leica für den Lino L2P5G an. Für weitergehende Nivellieraufgaben im Außenbereich kommen Nivellier- oder Rotationslaser infrage.
Nein. Ein Laser projiziert eine Bezugslinie über die Messstrecke, die Wasserwaage prüft die Fläche direkt darunter. An einem Gehäuse oder einer Schiene bleibt die Kontrolle mit der Wasserwaage am Bauteil nötig. Die Unterschiede und die Entscheidung für elektronische Messfunktionen erläutere ich in meinem Beitrag zur elektronischen STABILA-Wasserwaage.
Auf den deutschen Herstellerseiten stehen für den Bosch GLL 3-80 (0 601 063 S00) 389 € UVP ohne MwSt. und für den Leica Lino L2P5G 624 € UVP exkl. MwSt. (Stand: 15.10.2026). STABILA führt den LAX 600 G mit oder ohne Akku und Ladegerät; für den Kaufpreis ist die konkrete Händlervariante entscheidend. UVP ohne MwSt. sind keine Endpreise und müssen mit den aktuellen Händlerangeboten einschließlich deutscher Umsatzsteuer verglichen werden.
Nein. Die Lino-Reihe ist für Innenarbeiten ausgelegt: Der L2P5G hat die Schutzart IP 54, wiegt 530 g und erreicht mit Li-Ion-Akku bis zu 28 Stunden Laufzeit. Seine Nivelliergenauigkeit von ± 0,2 mm/m hilft auch bei Ausbauarbeiten. Der Mehrpreis lohnt sich allerdings nur, wenn diese Genauigkeit tatsächlich gebraucht wird.
Théo Desrousseaux
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Quellen und Referenzen
Praxisnahe Ratgeber zu Elektroinstallation, systematischer Fehlersuche und Werkzeugen, abgestimmt auf die geltenden technischen Normen dieser Länderausgabe.
STABILA, Stanley und Bosch im Vergleich: meine Eindrücke aus dem STABILA-Werk, Libellenbefestigung, Messgenauigkeit, passende Länge und Linienlaser.
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