STABILA: Geschichte der Marke
Kurz gesagt
- STABILA geht auf die 1889 von Gustav Ullrich gegründete Meterfabrik in Annweiler zurück. Sein Vater und sein Onkel hatten bereits 1886 ein Federgelenk für Gliedermaßstäbe zum Patent angemeldet.
- Die Marke STABILA wird 1929 eingetragen. Prägende Patente für die Wasserwaagen folgen 1952 mit der Acrylglaslibelle und 1979 mit dem dauerhaften Verguss der Libellen.
- Seit 1994 entwickelt das Familienunternehmen Lasermessgeräte. Für 2026 nennt es mehr als 600 Beschäftigte weltweit, davon rund 350 in Deutschland, und einen Umsatz von etwa 100 Millionen Euro.
- Die Wasserwaagen werden in Annweiler gefertigt; die angegebene Kapazität beträgt bis zu 14 000 Stück pro Tag. Die Gliedermaßstäbe entstehen in Tschechien, ein Teil der Laser in China.
- Für Elektroarbeiten bietet STABILA Wasserwaagen, elektronische Wasserwaagen und Linienlaser. Jedes dieser Geräte ist für eine bestimmte Aufgabe ausgelegt.
STABILA ist ein deutsches Unternehmen, das Gustav Ullrich 1889 in Annweiler in der Pfalz unter dem Namen Meterfabrik gründete.
Das Know-how der Marke baut auf mehreren Entwicklungen auf: dem Federgelenk von 1886, das dem Gliedermaßstab seine moderne Form gibt, der Acrylglaslibelle von 1952 und dem dauerhaften Verguss der Libelle im Profil von 1979.
Heute beschäftigt das Familienunternehmen mehr als 600 Menschen weltweit, davon rund 350 in Deutschland. Es vertreibt Wasserwaagen, Gliedermaßstäbe, Laser-Entfernungsmesser und Laser in mehr als 80 Ländern. Nicht alle Geräte werden am selben Standort gefertigt: Die Produktion ist auf mehrere Werke verteilt.
Für 2026 nennt die Marke einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Ich gehe dieser Geschichte nach und erläutere, was sie für die Auswahl einer Wasserwaage oder eines Lasers im Elektrohandwerk bedeutet.
1889
Gründung der Meterfabrik durch Gustav Ullrich in Annweiler
1886
Federgelenkpatent der Brüder Ullrich
1929
Eintragung der Marke STABILA
1979
Patent für die dauerhafte Verbindung der Libellen mit dem Profil
14 000
Wasserwaagen pro Tag: angegebene maximale Kapazität in Annweiler 2026
Mein Besuch im Werk und im STABILA-Campus
Am 25. August 2026 habe ich das STABILA-Werk in Annweiler besucht. Philipp Scholz, verantwortlich für die internationale Geschäftsentwicklung und Schulungen, hat mich durch das Werk geführt. Die Führung beginnt im Campus, dem Schulungs- und Beratungszentrum für Handwerker und Händler.
Der Hersteller hat den Besuch und die Vorführungen organisiert. Ich schildere meine Beobachtungen; sie sind keine unabhängigen Produkttests.
Das Besondere am Campus sind die in großem Maßstab nachgebaute Baustellensituationen. Ein Holzrahmenhaus mit Dachfenster und ein Sandgraben zum Ausrichten von Rohren zeigen, wie Rotationslaser und andere Nivellierlaser eingesetzt werden. Die Geräte stehen hier in praxisnahen Aufbauten, nicht nur auf einem Verkaufsdisplay.
Eine weitere Station ist die Ausstellungswand. Hier stellt Philipp das gesamte Sortiment vor: Wasserwaagen in allen Längen, Taschenwasserwaagen, Laser und Bandmaße. Die entsprechenden Produkte tragen die Angaben Made in Germany und zehn Jahre Garantie.
Besonders anschaulich ist die Vorführung zur Befestigung der Libellen. Der Querschnitt einer STABILA-Wasserwaage zeigt eine Libelle, die in einem fest mit dem Profil verbundenen Block aus Epoxidharz sitzt. Andere Bauweisen veranschaulichen die Unterschiede bei der Befestigung.
Ich beschreibe das STABILA-Prinzip, ohne Fotos aus den Herstellerräumen zu veröffentlichen, auf denen Konkurrenzmarken erkennbar sind.
Dieser Unterschied hat praktische Folgen. Ist die Libelle nicht dauerhaft fest mit dem Profil verbunden, kann sie sich bei einem Sturz verschieben. Die Wasserwaage kann dann unbemerkt eine falsche Waagerechte anzeigen. Der 1979 patentierte Verguss soll genau dieses Risiko begrenzen.
Ein verformtes Profil ist trotzdem zu prüfen – auch bei einer STABILA-Wasserwaage.
Von Maikammer nach Annweiler: die Meterfabrik der Brüder Ullrich
Gliedermaßstäbe aus Maikammer
Die Geschichte beginnt vor der Marke. 1820 eröffnet Leonhard Ullrich in Maikammer in der Pfalz ein Geschäft, das er später seinen Söhnen übergibt. Während der Wirtschaftskrise in den 1850er-Jahren wenden sich Anton und Franz Ullrich der Herstellung hölzerner Gliedermaßstäbe zu.
1886 melden die Brüder ein Federgelenk für Gliedermaßstäbe zum Patent an. Die Feder ersetzt das einfache Scharnier und verhindert, dass der Maßstab von selbst zusammenklappt. STABILA betrachtet dieses Datum als Geburtsjahr des modernen Gliedermaßstabs.
Die Gründung in Annweiler
1889 zieht Gustav Ullrich, der Sohn von Franz, nach Annweiler. Im März kauft er ein 16 070 m² großes Grundstück mit einer ehemaligen Strohfabrik und richtet dort die Meterfabrik ein. Die erste amtliche Erwähnung des Unternehmens stammt vom 25. Oktober 1889.
Das erste Sortiment umfasst Wasserwaagen, Gliedermaßstäbe, Bandmaße, Senklote und einige Eisenwaren. Daraus lässt sich die heutige Verteilung der Produktion nicht ableiten: Die hölzernen Gliedermaßstäbe werden inzwischen in Tschechien gefertigt.
Schnelles Wachstum
Schon 1890 entsteht in Maikammer das Schwesterunternehmen Franz Ullrich Söhne. Nahe der Fabrik wird eine Arbeitersiedlung mit neun Gebäuden errichtet. 1900 exportiert das Unternehmen bereits ein breites Sortiment an Messgeräten in zahlreiche Länder, darunter auch nach Russland, das über eine Bahnverbindung erreichbar war.
Gustav Ullrich kauft außerdem eine Fabrik im französischen Chalon-sur-Marne, um die Holzversorgung zu sichern. Das Unternehmen hatte damit zeitweise auch einen Produktionsstandort in Frankreich.
Info
Die Marke STABILA, die Weltkriege und der Wechsel zu Aluminium
Der Name STABILA entsteht
Die Marke wird erst 1929 eingetragen, vierzig Jahre nach der Gründung der Fabrik. Ihr Name erinnert an Stabilität und passt damit zur Messtechnik.
Der Erste Weltkrieg trifft das Unternehmen: Es verliert sein französisches Werk, Teile der Gebäude werden als Lazarett genutzt. In den 1920er-Jahren läuft die Produktion schrittweise wieder an.
Krieg und zerstörte Archive
Am 1. Januar 1945 beschädigt ein Bombenangriff auf Annweiler die Fabriken der Stadt. Eine Brandbombe zerstört das Archiv der Meterfabrik. Ältere interne Unterlagen sind deshalb selten; Historiker müssen auch auf amtliche Register zurückgreifen.
Von Holz zu Aluminium
1948 übernimmt Günther Leipold, ein Enkel von Gustav Ullrich, die Geschäftsführung. Er entwickelt Wasserwaagen aus Aluminiumguss und später aus Aluminiumprofilen, die Holz als Werkstoff ablösen. Zwei weitere Patente prägen anschließend den Aufbau der STABILA-Wasserwaagen:
| Jahr | Innovation | Praktischer Nutzen |
|---|---|---|
| Jahr 1886 | Innovation Federgelenk | Praktischer Nutzen Der Gliedermaßstab bleibt bei der Nutzung aufgeklappt |
| Jahr 1952 | Innovation Acrylglaslibelle | Praktischer Nutzen Neue Libellenkonstruktion und Wasserwaagen aus Leichtmetall |
| Jahr 1979 | Innovation Dauerhafter Verguss der Libelle | Praktischer Nutzen Die Libelle bleibt am Profil ausgerichtet |
| Jahr 1994 | Innovation Lasermessgeräte | Praktischer Nutzen Ausbau der elektronischen Messtechnik |
Meilensteine der technischen Entwicklung des Herstellers.
1952 wird die Acrylglaslibelle patentiert. STABILA wird zum ersten deutschen Hersteller von Leichtmetall-Wasserwaagen. Das Patent von 1979 betrifft die Befestigung: Die Libelle wird dauerhaft im Profil vergossen. Die heutige Produktbezeichnung lautet LOCKED VIALS.
Bei manchen einfachen Wasserwaagen sitzt die Libelle in einem separat eingesetzten Block. STABILA dokumentiert sein Vergussverfahren ausführlich. Dieser konstruktive Unterschied macht den technischen Erkenntniswert meines Besuchs verständlich.
Er erlaubt weder pauschale Aussagen über sämtliche Produkte anderer Marken noch macht er eine Herstellervorführung zu einem unabhängigen Vergleichstest.
STABILA nennt eine Herstellergarantie von zehn Jahren auf Wasserwaagen mit Aluminiumprofil, zu den von der Marke festgelegten Bedingungen. Ein verformtes Profil gilt insbesondere nicht als derselbe Garantiefall wie eine bloße Abweichung der Libelle.
Elektronische Messtechnik: Laser und Entfernungsmesser seit 1994
Der Einstieg in die elektronische Messtechnik
1993 baut STABILA ein Werk für Gliedermaßstäbe in Haluzice in Tschechien. Im folgenden Jahr, 1994, beginnt das Unternehmen in Annweiler mit der Entwicklung und Fertigung von Lasermessgeräten. Dadurch erweitert sich das Sortiment nach und nach.
Das heutige Lasersortiment und seine Fertigungsorte
2006 wird das PROTECTOR-System zum Schutz der Optik bestimmter Rotationslaser entwickelt. 2010 verbessert sich der Staub- und Wasserschutz der Elektronikmodule. Für den Baustelleneinsatz entnehme ich diese Angaben dem Datenblatt des jeweiligen Modells; sie gelten nicht pauschal für das gesamte Sortiment.
2011 eröffnet STABILA in China ein Gemeinschaftsunternehmen mit deutscher Mehrheitsbeteiligung zur Fertigung von Linienlasern. Die Gliedermaßstäbe werden in Tschechien hergestellt, die Wasserwaagen und bestimmte Rotationslaser in Annweiler in Deutschland. Laut STABILA werden Gliedermaßstäbe zum Teil in Deutschland bedruckt.
Das Bedrucken ist von der eigentlichen Herstellung zu unterscheiden.
Seit 2017 lassen sich bestimmte Rotationslaser mit MOTION CONTROL durch Drehen der Fernbedienung einstellen, statt wiederholt Tasten drücken zu müssen.
Heute umfasst das Sortiment klassische und elektronische Wasserwaagen, Punkt- und Linienlaser, Rotationslaser, Laser-Entfernungsmesser, Gliedermaßstäbe, Bandmaße und optische Nivelliergeräte. Die Herkunft unterscheidet sich je nach Produktfamilie: „Deutsche Marke“ bedeutet nicht, dass alles in Annweiler gefertigt wird.
Der LAX 600 G, eingeführt 2022, projiziert drei grüne 360°-Linien. Die angegebene sichtbare Reichweite beträgt bis zu 40 m. Als Schutzart nennt STABILA IP65 ohne Akku; er nutzt einen CAS 12 V-Akku der markenübergreifenden Plattform Cordless Alliance System.
Für die rote Variante LAX 600 nennt der Hersteller eine andere Laufzeit und 30 m sichtbare Reichweite. Ich unterscheide daher die beiden Modelle.
Für den LA 180 L nennt die Dokumentation eine Genauigkeit von ± 0,07 mm/m mit motorischer Ausrichtung, unter den dort angegebenen Bedingungen.
Zu den jüngeren Geräten gehören die LAX 500 G und LAX 320 G von 2025, der Laser-Entfernungsmesser LD 530 BT mit Zielsucher und Bluetooth sowie der LAX 60 G von 2026. Für diesen kompakten Kreuzlinienlaser wird eine Reichweite von bis zu 30 m ohne Empfänger angegeben.
Ein Laser ersetzt die Wasserwaage nicht
Ein Laser projiziert eine Bezugslinie über eine gewisse Entfernung. Eine Wasserwaage prüft die Fläche, auf der sie aufliegt. Eine elektronische Wasserwaage zeigt zusätzlich die Neigung als Zahlenwert an und bietet je nach Modell weitere Funktionen.
Ich behalte deshalb mehrere sich ergänzende Messgeräte in meinem Werkzeugkasten, statt sämtliche Aufgaben einem einzigen Gerät zu überlassen.
Was diese Geschichte für die Baustelle bedeutet
Fertigung und praktischer Einsatz
Für einen senkrechten Wandschlitz kann ich mit einem Linienlaser eine Linie vom Boden bis zur Decke anzeichnen, ohne unnötig auf eine Trittleiter zu steigen. Beim Montieren einer Schiene oder eines Verteilers dient die Wasserwaage der direkten Kontrolle: Sie prüft die Waagerechte der Fläche durch Auflegen.
Drei Entwicklungen mit Folgen für den Alltag
Die dauerhafte Ausrichtung der Libelle geht auf das Vergusspatent von 1979 zurück. Die Ablesbarkeit hängt mit der Entwicklung der Acrylglaslibelle von 1952 zusammen. Das heutige Sortiment ermöglicht zudem den Wechsel zwischen klassischer Wasserwaage, elektronischer Wasserwaage und Laser, dessen Entwicklung 1994 beginnt.
Für Handwerker wird diese Geschichte dort relevant, wo sie eine Bauweise oder eine Messmethode erklärt.
Spezialisierung richtig einordnen
Die industrielle Geschichte von STABILA konzentriert sich auf Messgeräte. Andere Hersteller decken mehr Werkzeugfamilien ab. Dieser Unterschied hilft, die Sortimente einzuordnen; allein daraus ergibt sich weder eine Rangfolge nach Robustheit noch ein bezifferbarer Unterschied in der Genauigkeit.
Konkrete Modelle vergleiche ich in meinem Ratgeber zu STABILA, Stanley und Bosch.
Bei Befestigungswerkzeugen und Maschinen zählen andere Kriterien. Mein Artikel über Hilti Werkzeuge für Elektriker behandelt diese anhand der Einsatzbereiche.
STABILA heute: Standorte und Vertrieb
Händlersuche in Deutschland
Auf seiner deutschen Website bietet STABILA eine Händlersuche nach Standort oder Postleitzahl an. Eigene Vertriebsgesellschaften unterhält das Unternehmen in Frankreich, Nordamerika, Großbritannien, Italien und Australien. Die Marke vertreibt ihre Produkte in mehr als 80 Ländern.
Weiterhin ein Familienunternehmen
STABILA bleibt ein Familienunternehmen. Für das Jahr 2026 gibt das Unternehmen mehr als 600 Beschäftigte weltweit an, davon rund 350 in Deutschland, und einen Umsatz von etwa 100 Millionen Euro. Vertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Dr Ulrich Dähne.
Investitionen in die Standorte
2020 eröffnet in Annweiler eine neue, 1 400 m² große Halle für die Wasserwaagenproduktion. Das angegebene Investitionsvolumen für Gebäude und Anlagen beträgt mehr als 5 Millionen Euro. Ein Bereich der Halle dient der Libellenfertigung, vom Befüllen bis zum Einbau ins Profil.
Laut STABILA steigt die maximale Kapazität von rund 10 000 Wasserwaagen pro Tag im Jahr 2019 auf 14 000 im Jahr 2026. Das Unternehmen nennt eine Jahresproduktion von mehr als 2 Millionen Wasserwaagen. Diese Angaben stammen vom Hersteller; ich habe die Mengen während meines Besuchs nicht selbst gezählt.
Ende Juni 2024 eröffnet STABILA ein rund 8 000 m² großes Logistikzentrum in Wilgartswiesen-Hauenstein, etwa 12 km von Annweiler entfernt. Das angegebene Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro. Als Energiestandard wird KfW 55 genannt und das Gebäude verfügt über etwa 1 200 m² Photovoltaikmodule mit Batteriespeichern.
2026 kauft das Unternehmen ein Sägewerk in Zdounky in Tschechien, um die Holzversorgung für die in Haluzice gefertigten Gliedermaßstäbe zu sichern. Am deutschen Standort werden diese Maßstäbe nicht gefertigt: STABILA nennt für diesen Standort Druckarbeiten an den Maßstäben.
Die Marke unterstützt außerdem die Ausbildung im Handwerk, unter anderem über WorldSkills, EuroSkills und Programme für junge Auszubildende.
Quiz zur Geschichte von STABILA
3 Fragen
InteraktivQuiz zur Geschichte von STABILA
Drei Jahreszahlen zur Entwicklung des Herstellers
Wählen Sie eine Antwort
Wie ich die Produktbezeichnungen der Messgeräte lese
Ich lese eine Typenbezeichnung als Kombination aus Familie, Nummer und Variante. Der Buchstabenblock ordnet das Gerät einer Familie zu, die Zahl unterscheidet die Modelle innerhalb dieser Familie. Die genaue Bedeutung entnehme ich dem Datenblatt des Herstellers, nicht dem Namen allein.
Bei Wasserwaagen prüfe ich zuerst die Länge des Profils und die Anzahl der Libellen. Ein kurzes Modell passt in den Verteiler, ein langes deckt eine Schiene ab. Die Typenbezeichnung allein sagt mir das nicht, deshalb sehe ich mir die Angaben zum Gerät an.
Bei den Lasern trenne ich nach der Linienführung. Ein Punktlaser markiert einen Punkt, ein Linienlaser zeichnet eine Linie, ein Rotationslaser erzeugt eine umlaufende Bezugsfläche. Diese Einteilung hilft mir bei der Auswahl mehr als die Nummer im Namen.
Elektronische Wasserwaagen tragen zusätzlich eine Anzeige. Ich lese die Bezeichnung deshalb als Hinweis auf die Messmethode, nicht auf die Genauigkeit. Welche Werte ein Gerät erreicht, steht in der Dokumentation des jeweiligen Modells.
Zubehör lese ich getrennt vom Messgerät. Ein Empfänger, ein Stativ oder eine Halterung ergänzt ein Gerät, ersetzt es aber nicht. Bei der Bestellung führe ich Messgerät und Zubehör als zwei Positionen.
Wenn zwei Geräte ähnlich heißen, vergleiche ich die Angaben zu ihrem Einsatzbereich. Ein kompakter Laser für kurze Strecken und ein Gerät für den Außeneinsatz decken unterschiedliche Aufgaben ab. Die Bezeichnung ordnet beide in dieselbe Familie ein.
Für meine Werkzeugtasche notiere ich die Familie, zu der ein Gerät gehört. So finde ich beim Nachkauf schneller das passende Modell. Die Nummer allein würde mir dabei nicht helfen.
Bei den Gliedermaßstäben und Bandmaßen lese ich die Bezeichnung anders. Dort steht die Länge im Vordergrund, während die Ausführung des Gelenks in den Hintergrund tritt. Für Elektroarbeiten greife ich zur kürzeren Variante, die in die Tasche passt.
Ich unterscheide außerdem zwischen Geräten für den Innenausbau und für den Außeneinsatz. Ein Linienlaser für den Innenausbau kommt ohne Empfänger aus; auf der Freifläche arbeite ich mit einem Empfänger.
Empfänger und Fernbedienungen gehören zur Bedienung eines Lasers, nicht zur Messung selbst. Ich bewahre sie zusammen mit dem Gerät auf, damit sie bei der nächsten Aufgabe greifbar sind. Fehlt ein Teil, ist die Arbeit unterbrochen.
Was die Patente im Alltag ändern
Der Verguss der Libelle verändert für mich vor allem die Pflege. Ich kann das Profil abwischen, ohne die Ausrichtung der Libelle zu gefährden. Bei einem eingesetzten Block gehe ich vorsichtiger vor.
Die Ablesbarkeit hängt mit der Konstruktion der Libelle zusammen. Eine klar abgegrenzte Blase lässt sich auch dann beurteilen, wenn ich schräg auf das Gerät sehe. Eine trübe oder verfärbte Libelle ist für mich ein Warnzeichen.
Das Federgelenk betrifft den Gliedermaßstab. Es hält die Glieder beim Aufklappen in Position, sodass ich mit einer Hand messen kann. Ein ausgeleiertes Gelenk merke ich daran, dass der Maßstab von selbst zusammenklappt.
Die elektronische Messtechnik bringt eine Anzeige ins Spiel. Vor dem Einsatz prüfe ich sie gegen eine bekannte Waagerechte. Danach weiß ich, ob das Gerät meine Erwartung bestätigt.
Für die Pflege heißt das: Ich behandle die Libelle als festen Teil des Profils. Ich lege die Wasserwaage nicht auf die Messfläche und vermeide Stöße auf das Profil. So bleibt die Ausrichtung erhalten, solange das Profil gerade bleibt.
Die Patente erklären, warum sich zwei Wasserwaagen im Aufbau unterscheiden. Für meine Kaufentscheidung prüfe ich, ob die Libelle fest sitzt und ob sich das Profil gerade anfühlt. Der Name allein genügt mir dafür nicht.
Das Federgelenk erfüllt seine Aufgabe unauffällig. Beim Messen mit einer Hand merke ich, ob das Gelenk noch greift.
Vergossene Libelle und gefedertes Gelenk haben wenig gemeinsam. Beide zeigen aber, dass eine kleine Konstruktion den Werkzeugalltag prägt. Ich achte deshalb auf solche Details, wenn ich ein Gerät auswähle.
Für die Ablesbarkeit zählt auch der Zustand des Acrylglases. Kratzer auf der Oberfläche streuen das Licht und erschweren die Beurteilung der Blase. Ich sehe mir die Libellenkammer deshalb bei jedem Gerät genau an.
Worauf ich bei gebrauchten Messgeräten achte
Bei einem gebrauchten Gerät beginne ich mit den Libellen. Ich drehe die Wasserwaage um und beobachte die Blase in beiden Lagen. Zeigt sie unterschiedliche Stellungen, lasse ich das Gerät liegen.
Danach sehe ich mir die Auflagefläche an. Kratzer, Kerben oder ein Grat verhindern ein sattes Aufliegen. Eine Wasserwaage mit beschädigter Kante richtet nicht mehr zuverlässig aus.
Ein verbogenes Profil erkenne ich daran, dass die Wasserwaage auf einer ebenen Unterlage kippelt. In diesem Fall gebe ich das Gerät nicht weiter.
Die Markierungen und Skalen prüfe ich ebenfalls. Eine abgeriebene Skala erschwert das Anzeichnen, besonders bei kurzen Strecken. Fehlende Markierungen machen das Gerät für genaue Arbeiten ungeeignet.
Bei elektronischen Wasserwaagen kontrolliere ich die Anzeige und die Tasten. Ein Gerät mit unvollständiger Anzeige oder klemmenden Tasten nehme ich nicht mit auf die Baustelle. Diese Prüfung ersetzt allerdings keine Kalibrierung.
Bei Lasern sehe ich mir die Optik an. Ein verkratztes Austrittsfenster streut den Strahl und macht die Linie unscharf. Auch die Halterung und das Stativ gehören zur Prüfung.
Zum Schluss prüfe ich das Zubehör. Fehlt ein Anschlag oder eine Aufnahme, ist die Nutzung eingeschränkt. Ein vollständiges Gerät ist mir lieber als ein unvollständiges.
Ein gebrauchtes Gerät kaufe ich nur, wenn ich es vorher prüfen kann. Aus einer reinen Beschreibung heraus erkenne ich keine verzogene Auflage. Fotos zeigen die Messfläche selten genau genug.
Bei hölzernen Gliedermaßstäben achte ich auf Risse und Feuchtigkeitsspuren. Ein gerissenes Gelenk verliert seine Spannung, und der Maßstab klappt beim Messen zusammen.
Erst nach dieser Prüfung entscheide ich, ob sich der Kauf lohnt. Ein Werkzeug, das lange im Freien lag, sieht man dem Profil oft an.
Pflege und Lagerung im Alltag
Nach der Arbeit wische ich das Profil mit einem trockenen Tuch ab. Staub und Reste von Mörtel setzen sich sonst in den Nuten fest. Feuchte Reinigungsmittel vermeide ich an den Libellen.
Ich lagere Wasserwaagen auf einer ebenen Fläche oder hängend an der Wand. Schwere Werkzeuge kommen nicht auf das Profil. So verformt sich das Material nicht unter Last.
Für den Transport nutze ich eine Tasche oder einen geschützten Platz im Werkzeugkasten. Zwischen Hammer und Zange lege ich eine Wasserwaage nicht ab.
Bei Lasern achte ich auf die Optik. Die Austrittsöffnung reinige ich nur mit einem weichen, trockenen Tuch. Das Gerät lege ich nicht auf die Linse.
Den Akku behandle ich nach den Angaben des Herstellers. Bei längerer Lagerung entnehme ich ihn aus dem Gerät. Vor dem nächsten Einsatz prüfe ich den Ladezustand.
Vor einer längeren Pause gehe ich meine Wasserwaagen durch. Ich wiederhole die Umdrehprobe und sehe mir die Libellen an. So weiß ich vor der nächsten Baustelle, welche Geräte noch zuverlässig sind.
Auch der Gliedermaßstab braucht Pflege. Ich klappe ihn trocken zusammen und lagere ihn geschlossen. Ein feuchter Maßstab quillt auf und verliert seine Gelenkigkeit.
Vor Feuchtigkeit schütze ich alle Geräte. Ein nasser Laser kommt nicht zurück in die Tasche, sondern trocknet zuerst ab.
Ein fester Platz für die Messgeräte erleichtert die Kontrolle. Ich sehe sofort, ob etwas fehlt, bevor ich zur Baustelle fahre.
Pflege und Lagerung kosten nur wenige Handgriffe. Sie erhalten die Messmittel, auf die ich mich bei der Arbeit verlasse.
FAQ
Wann wurde STABILA gegründet?
Gustav Ullrich gründet die Meterfabrik 1889 in Annweiler. Die erste amtliche Erwähnung stammt vom 25. Oktober. Die Marke STABILA wird 1929 eingetragen. Der Name des Gründers bleibt Teil der Firmierung.
Warum ist STABILA für Wasserwaagen bekannt?
STABILA entwickelt 1952 die Acrylglaslibelle und patentiert 1979 ihren dauerhaften Verguss im Profil. Diese Konstruktion soll die Ausrichtung der Libelle zum Profil erhalten und ist ein wesentlicher Bestandteil der technischen Dokumentation der Marke.
Fertigt STABILA noch in Deutschland?
Ja, die Wasserwaagen und bestimmte Rotationslaser werden in Annweiler hergestellt. Die Gliedermaßstäbe entstehen in Tschechien, ein Teil der Linienlaser in China, in einem 2011 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit deutscher Mehrheitsbeteiligung. Gliedermaßstäbe werden zum Teil in Deutschland bedruckt.
Sind STABILA-Laser für Elektriker nützlich?
Mit Linienlasern lassen sich Wandschlitze, Schienen, Verteiler und Fluchten anzeichnen. Der LAX 600 G projiziert drei grüne 360°-Linien mit einer angegebenen sichtbaren Reichweite von bis zu 40 m. Der LAX 60 G von 2026 eignet sich für kürzere Übertragungsstrecken bis zu 30 m ohne Empfänger.
Gehört STABILA weiterhin der Gründerfamilie?
STABILA ist weiterhin ein Familienunternehmen. Für 2026 nennt es mehr als 600 Beschäftigte weltweit und einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.
Théo Desrousseaux
Elektriker und Herausgeber
Ich arbeite im Elektrohandwerk und gebe dieses Magazin heraus. Jeder Ratgeber wird vor der Veröffentlichung für sein Zielland geprüft.
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Artikel: https://www.sparx-elec.com/de/stabila-markengeschichte/ Ausgabe: DE — Deutsch Sachlicher Fehler: [sachlichen Fehler beschreiben] Textstelle: [Textstelle zitieren oder benennen] Quelle: [optionale Quellen-URL]
Quellen und Referenzen
- 1. STABILA — offizielle Unternehmensgeschichte (DE)
- 2. STABILA — Pressemitteilung zum Unternehmen 2026 (DE)
- 3. STABILA — Qualität und Technologie der Wasserwaagen (DE)
- 4. STABILA — Händlersuche in Deutschland
- 5. STABILA — Punkt- und Linienlaser
- 6. STABILA — neue Produktionshalle 2020
- 7. STABILA — Eröffnung des Logistikzentrums 2024
- 8. Wikipedia — Stabila (Unternehmen)
- 9. Wikimedia Commons — File:Stabila um 1926.jpg
- 10. elektro.net — Pressetag bei Stabila in Annweiler
Weitere Ratgeber
Praxisnahe Ratgeber zu Elektroinstallation, systematischer Fehlersuche und Werkzeugen, abgestimmt auf die geltenden technischen Normen dieser Länderausgabe.
Wera: Geschichte der Marke
Wera: 1936 in Wuppertal gegründet, Name aus Werner und Amtenbrink, Kraftform-Griff 1968, tschechische Produktion ab 1995, Bitburger Holding seit 2016.
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